OpenServ4P auf der CeBIT

März 2017 in Hannover

Auf Einladung des BMWi hat sich das Projekt OpenServ4P auf der CEBIT 2017 vorgestellt. Neben einer allgemeinen Projektvorstellung von Herr Jan Klöber-Koch (Fraunhofer IGCV) lag der Fokus des Vortrags von Lars Lewerenz (SALT Solutions) auf Intelligenten Services für die Produktion am Beispiel der vorausschauenden Instandhaltung und Qualitätssicherung. Dabei wurde insbesondere das Anwendungsbeispiel „Getriebeprüfstand“ vorgestellt, welches Interessierte auf der Hannover Messe 2017 am Stand des Fraunhofer Verbunds Produktion begutachten konnten.

Workshops Rechtliche Herausforderungen und Sichere Plattformarchitekturen

15. und 16. Februar 2017 in Berlin

OpenServ4P nahm am 15. und 16. Februar an den Workshops „Sichere Plattformarchitekturen“ und „Rechtliche Herausforderungen“ teil. Das Institut für Innovation und Technik lud dazu im Rahmen des Förderprogramms „Smart Service Welt“ nach Berlin ein. An den beiden Workshoptagen nahmen Vertreter aus 16 Förderprojekten teil.

Sichere Plattformarchitekturen

Nach verschiedenen Impulsvorträgen zu den Themen „Smart Data – Smart Privacy“, „Testautomatisierung für das Internet der Dinge“ und „Blockchain“ stellten die verschiedenen Projekte ihre Herausforderungen in Bezug auf eine sichere Plattformarchitektur vor. Dabei haben sich trotz der unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkte der Projekte gemeinsame Schwerpunkte herauskristallisiert, welche anschließend drei Arbeitsgruppen vertieft wurden.

Die erste Gruppe widmete sich der Datennutzung in Verbindung mit dem Datenschutz. Eine Herausforderung ist die Anonymisierung von Daten, um bestehende Persönlichkeitsrechte beachten zu können. Dies widerspricht teilweise verschiedenen Zielstellungen der Smart Service Welt Projekte, die auf eine genaue Zuordenbarkeit der Daten angewiesen sind. Daneben spielt auch die Rückverfolgbarkeit anonymisierter Daten und einhergehend die Verantwortlichkeit bzw. Rechte an Daten eine entscheidende Herausforderung für Smart Services.

Auch das Identitätsmanagement spielt eine zentrale Rolle bei der Plattformarchitektur für die verschiedenen Förderprojekte. Dabei sind die wesentlichen Anforderungen eine Benutzungs- und Zugriffskontrolle sowie ein Rechtemanagement mit unterschiedlichen Sicherheitsstufen. So muss bspw. auch die Echtheit von Diensten, Sensoren oder Datenquellen, die sich auf einer Plattform anmelden, sichergestellt sein.

Die Integration komplexer Services in eine Plattform ist ein weiterer zentraler Punkt für die Plattformarchitektur, da hierfür heutzutage vor allem proprietäre Schnittstellen und Protokolle verwendet werden. Auch die mit der Integration neuer Services verbundenen Testszenarien sind aktuell nicht spezifiziert bzw. standardisiert, was zu einem hohen Aufwand bei den Service-Anbietern führt, wollen sie sich für eine neue Plattform registrieren bzw. qualifizieren.

Nach einer kurzen Vorstellung der Ergebnisse wurden die nächsten Schritte festgelegt. Um allgemeingültige Lösungsvorschläge erarbeiten zu können, werden ausgehend von spezifischen Use Cases zusammen mit Themenexperten der Begleitforschung verschiedene Fragestellungen bearbeitet. Diese werden dann in einem weiteren Workshop vorgestellt und evaluiert.

Rechtliche Herausforderungen

Im Bereich der rechtlichen Herausforderungen kann bereits auf Ergebnisse aus der Begleitforschung von AUTONOMIK und Smart Data zurückgegriffen werden. Mittels eines Fachvortrags informierte Frau Prof. Dr. Schweitzer über aktuelle rechtspolitische Initiativen im Themenfeld Daten- und Plattformökonomie. Dabei sind für die Smart Service Projekte verschiedene Themen und Fragestellungen interessant, die bisher noch nicht abschließend geregelt sind, wie etwa die Frage nach den Rechten an Daten, vor allem an Erkenntnissen, die aus der Kombination verschiedener Daten(quellen) gewonnen werden konnten.

Der Vortrag von Herrn Barthels fokussierte aktuelle Entwicklungen im Datenschutzrecht, v.a. um die auf europäischer Ebene entworfene Datenschutz-Grundverordnung, die viele nationale Vorschriften betrifft bzw. obsolet macht. Gerade für die Smart Service Projekte ist diese Verordnung interessant, da sie ab Mai 2018 in Kraft tritt und somit die Projekte noch direkt betrifft.

Projektpräsentation OpenServ4P beim BMWi

Auftaktkonferenz Smart Service Welt am 25. Nov. 2016 in Berlin

Im Rahmen des Förderprogramms „Smart Service Welt – Internetbasierte Dienste für die Wirtschaft“ entwickeln aktuell 20 Projekte neue Anwendungen mit den Schwerpunkten Produktion, Mobilität, „Gutes Leben“ und verschiedenen Querschnitttechnologien. Der Informationsaustausch zwischen den Projekten stand daher im Vordergrund der Konferenz, die Ende November vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie veranstaltet wurde.

Im Eröffnungsvortrag skizzierte Prof. Dr. Henning Kagermann Deutschlands Wandel zu einer plattformbasierten und dienstleistungsorientierten Smart Service Welt. Zwei weitere Beiträge zeigten auf, wie sich „Smarte Lösungen“ mit offenen Schnittstellen auf Basis der Plattform FIWARE und ein sicherer Datenaustausch mit dem „Industrial Data Space“ erreichen lassen.

Die Vorstellung der aktuellen Projekte startete mit dem Themenkomplex Produktion und unserem Verbundprojekt OpenServ4P. Bbeitrag-2ernhard Klimm als Projektleiter des Konsortialführers SALT Solutions beantwortete für die über 250 Teilnehmer des Kongresses dazu die Fragen des Moderators Ulrich Walter. Beleuchtet wurden insbesondere Fragestellungen zum Nutzen von „Predictive Analytics“ für die Industrie sowie die dafür erforderlichen Voraussetzungen. Dabei ging es hauptsächlich um die Möglichkeiten einer Erfassung der dafür notwendigen Maschinen- und Prozessdaten bei der großen Menge an bestehenden, kaum vernetzten Produktionseinrichtungen der deutschen Fertigungsindustrie. Um hier innovative Lösungen zu finden, beteiligen sich ja unter anderem die SICK AG für den Bereich Sensorik und der Hausgerätehersteller BSH als Industriepartner an OpenServ4P, um beispielweise eine vorausschauende Instandhaltung und Qualitätssicherung für ältere Bestandsanlagen zu erreichen.

Ein weiterer Agendabeitrag-3punkt der Konferenz war dem neuen Förderprogramm Smart Service Welt II gewidmet, bei dem der Fokus auf Beschäftigung, Mobilität, Wohnen und Versorgungsdiensten liegt und dessen Projekte ab Ende 2017 starten sollen. Die für die aktuellen Projekte eingerichtete unterstützende Begleitforschung stellte sich im letzten Teil des Kongresses vor. Deren Arbeitsgruppen fokussieren auf übergreifende Themen im Zusammenhang mit neuen Diensten. Dazu gehören Rechtliche Herausforderungen, die Sicherheit von Plattformarchitekturen, Normungen und Standardisierungen sowie Geschäftsmodelle und Plattformökonomie.

Forschungsprojekt OpenServ4P auf dem Scheer Digital World Congress 2016

Projekt-Präsentation am 10. November 2016 im Kongresshaus Kap Europa in Frankfurt (Main)

Auf dem Scheer Digital World Congress 2016 war das Forschungsprojekt OpenServ4P mit einem Industrie 4.0-Demonstrator vertreten.

Der besondere Fokus der Demonstration lag auf dem Aufzeigen des Nutzens der Digitalisierung, innovativer Technologien sowie interaktiver Plattformen. Dazu wurden offene Services begreifbar und erlebbar gemacht, wodurch der Demonstrator ideal zum Thema des Kongresses: „Empower Your Business – Was bedeutet die Digitale Transformation für Ihr Unternehmen?“ passte.

In zahlreichen Gesprächen erhielten die interessierten Gäste Erläuterungen zu den Möglichkeiten eines plattformunabhängigen Produktions-Monitoring-Systems. Ein solches System bietet die Möglichkeit zur Einbindung von Services bspw. für eventbasierte Produktionsplanung und -steuerung, vorausschauende Instandhaltung und Qualitätssicherung sowie adaptives Risikomanagement

Die Messebesucher konnten in einer Live-Demonstration am Projektstand verschiedene Ereignisse in einem vernetzten, virtuellen Produktionssystem auslösen und die Auswirkungen mittels der unterschiedlichen Services analysieren. Beispielsweise konnte durch den Service der vorausschauenden Instandhaltung die Auswirkung der Veränderung eines Wartungsintervalls auf das Produktionssystem analysiert werden. Des Weiteren konnten sich die Besucher die aktuellen Zustandsinformationen des Produktionssystems auch auf Ihrem eigenen Smartphone anzeigen lassen und somit die Vorteile der ständigen Verfügbarkeit von Informationen in einem digitalisierten Unternehmen erleben.

Projekt OpenServ4P auf der HMI 2016

Erste Projekt-Präsentation auf der Industriemesse von 25. – 29.04.16

Auf der Hannover Messe Industrie 2016 konnten wir das Forschungsprojekt OpenServ4P auf dem Gemeinschaftsstand des Fraunhofer-Verbundes „Produktion“ erstmalig der Öffentlichkeit openserv4p - erste Projekt-präsentation auf der Industriemessevorstellen. Besonderer Wert wurde dabei darauf gelegt, den Nutzen von Digitalisierung und offenen Services begreifbar und erlebbar zu machen. In zahlreichen Gesprächen erhielten interessierte Gästen Erläuterungen zu den Zielen und den zukünftigen Umsetzungsbeispielen unseres Projektes. Ein Soft- und Hardwaredemonstrator auf dem Messestand in Halle 17 zeigte dazu ein plattformunabhängiges Monitoring System für die vernetzte Produktion. Damit wurden die Funktionalität und der Nutzen einer vertikalen Integration von der Feldebene bis zu Cloud-Diensten anschaulich dargestellt. Ein solches plattformunabhängiges Monitoring System bietet, neben einer Zustandsüberwachung von Maschinen und Anlagen, insbesondere die Möglichkeit zur Einbindung von Services für eine eventbasierten Produktionssteuerung oder vorausschauender Analysen für Qualitätssicherung, Instandhaltung und Risikomanagement. Die Messebesucher konnten in einer Simulation über verschiedene Ereignisse Services auslösen und die Anzeigen des Demonstrators live auf ihren Mobiltelefonen verfolgen.

Industrie 4.0: Verbundprojekt OpenServ4P

Offene intelligente Services für die Produktionhm_logo_col

Aufbauend auf den bisherigen Forschungen zum Thema Industrie 4.0 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) zum Förderprogramm „SMART SERVICE WELT – Internetbasierte Dienste für die Wirtschaft“ einen Technologiewettbewerb ausgeschrieben. Aus über Hundert Vorschlägen ging das Verbundprojekt „OpenServ4P – Offene intelligente Services für die Produktion“ unter der Konsortialführerschaft von SALT Solutions als einer der wenigen Gewinner hervor.

Die Entwicklung einer Plattform für internetbasierte Services im Umfeld von Cyber-Physischen Produktionssystemen (CPPS) wird dabei von einem Projekt-Konsortium vorangetrieben. Die Unternehmen SICK AG und SICK STEGMANN GmbH bringen dazu ihre Kompetenzen im Bereich der industriellen Sensorik ein. Darauf aufbauend erfolgt die Entwicklung der Plattform und der Dienste für Produktionsplanung und –steuerung, vorausschauende Instandhaltung und Qualitätssicherung und das Risiko-Management durch die Unternehmen software4production GmbH, SALT Solutions GmbH und die Scheer GmbH. Als Anwendungspartner übernimmt die BSH Hausgeräte GmbH die industrielle Erprobung der entwickelten Lösungen in zwei Produktionsstätten. Die Beteiligung der Projektgruppe für ressourceneffiziente mechatronische Verarbeitungsmaschinen RMV des Fraunhofer-Institutes IWU sorgt dafür, dass der aktuelle Stand von Forschung und Wissenschaft Berücksichtigung findet.

Auf der Hannover Messe Industrie vom 25. bis 29.04.16 erhalten Sie die Einzelheiten zum Projekt bei einem persönlichen Gespräch auf dem Stand C18 in Halle 17.

Oder Sie fordern Informationen per email produktion@salt-solutions.de an.