OpenServ4P bei VDMA Veranstaltung: Digitaler Retrofit von Bestandsmaschinen und –anlagen

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Industrie 4.0 Bayern – Produktion und Geschäftsmodelle von morgen“ des VDMA besuchte das Forschungsprojekt am 22.03.2018 die Veranstaltung „Digitaler Retrofit von Bestandsmaschinen und -anlagen“. Im Fokus der Veranstaltung lag wie Bestandsanlagen für das digitale Zeitalter fit gemacht werden können. In acht Vorträgen aus aktuellen Industrie- und Forschungsprojekten wurden Themen und Erfahrungen bei der Umsetzung von Modernisierungs- und Nachrüstmaßnahmen vorgestellt. Von der methodischen Herangehensweise zu den Use-Case-Szenarien sowie den jeweiligen Hard- und Softwareanforderungen wurden viele Aspekte des Retrofits vorgetragen und anschließend in der Teilnehmerrunde diskutiert. Für weitere Informationen sei auf die Homepage des VDMA verwiesen.

OpenServ4P bei der VDMA-Veranstaltung: Geschäftsmodelle für die Plattform-Ökonomie

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) organisierte im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Industrie 4.0 Bayern – Produktion und Geschäftsmodelle von morgen“ im JOSEPHS in Nürnberg am 21.03.2018 einen Workshop zur Geschäftsmodellentwicklung. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Wertschöpfungsnetzwerke systematisch entwickeln und iterieren“. Nach einer Einführung in die Thematik der systematischen Geschäftsmodell-Innovation durch Herrn Christian Gülpen, Mitarbeiter des Lehrstuhls für Technologie- und Innovationsmanagement (TIM) an der RTWH Aachen, lag der Fokus auf der interaktiven Entwicklung von Geschäftsmodellen für die Plattform-Ökonomie. Für weitere Informationen sei auf die Homepage des VDMA verwiesen.

Digitale Zukunft konkret

Das Symposium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Am 20. und 21. November trafen sich die Vertreter der aktuellen Technologieprogramme Smart Service Welt I&II und Smart Data in der Berliner Kalkscheune zum Informationstausch über den Stand der Entwicklungen von digitalen Technologien. Auch das Verbundprojekt OpenServ4P war bei dem intensiven Dialog zu „Digitale Zukunft konkret“ dabei. Synergien zwischen den verschiedenen Projekten zu erkennen und Umsetzungspotenziale besser zu nutzen war das Ziel der zahlreichen Fachvorträge und Workshops. Neben technologischen und sicherheitstechnischen Aspekte waren für das Projekt OpenServ4P insbesondere die Erfahrungen der anderen Projekte bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen im Umfeld von IoT und Big Data interessant. Hier zeigte sich ganz deutlich, dass diese Technologien zwar neue Geschäftsmodelle für Fertigungsunternehmen, Maschinenbau und IT-Dienstleister ermöglichen, eine erfolgreiche Umsetzung aber immer auch eine faire Verteilung der wirtschaftlichen Chancen in multilateralen Geschäftsbeziehungen erfordert. Dieses Thema wird daher bei OpenServ4P in einem eigenen Teilprojekt bearbeitet.

OpenServ4p beim Infotag Produktion von SALT Solutions

19. Oktober 2017 in Würzburg

Über 100 Gäste aus einem breiten Spektrum der Fertigungsindustrie in Deutschland trafen sich beim Infotag Produktion von SALT Solutions, um aktuelle IT-Lösungen für die Digitalisierung der Fabrik zu erleben. Das Programm umfasste neben Erfahrungsberichten von Industrieunternehmen auch Focus-Sessions zu neuesten Trends bei SAP, MES und BDE/MDE/QDE. An zahlreichen Demo-Points mit Live-Vorführungen konnten die Interessenten praxisgerechte Ideen für ihre eigene Industrie 4.0-Strategie sammeln.

Zu den Demonstrationen gehörte das Verbundprojekt OpenServ4P mit dem Teilaspekt „Vorausschauende Instandhaltung“. Das Konzept, Predictive Maintenance über offene Services auf einer hoch skalierbaren und zuverlässigen Plattform zur Verfügung zu stellen, stieß dabei auf sehr großes Interesse. Rund um die Vorführung eines Cloud-basierten Prototyps ergaben sich zahlreiche Diskussionen. Hier zeigte sich, dass eine derartige Plattform, neben Maschinen und Anlagen des eigenen Produktionsprozesses in gleicher Form auch den „Gesundheitszustand“ von ausgelieferten Produkten bei den Endanwendern in Echtzeit aufzeigen soll. Insbesondere ein hohes Maß an Skalierbarkeit und Verfügbarkeit stellen dabei wichtige Kriterien dar.

So war die Präsentation des Projektes bei dieser Veranstaltung ein wichtiger „Reality Check“ mit Industrieanwendern, bei dem wertvolle Hinweise für den weiteren Projektverlauf im Teilprojekt „Integration und Piloterprobung“ gewonnen wurden.

OpenServ4P beim Wissenschafts- und Industrieforum

11. und 12. Mai 2017 in Paderborn

Beim diesjährigen Wissenschafts- und Industrieforum „Intelligente Technische Systeme“ – veranstaltet vom Heinz Nixdorf Institut, dem Fraunhofer IEM sowie dem Spitzencluster it’s OWL -trafen sich rund 300 Teilnehmer zum Austausch zwischen Industrie und Forschung. 50 Vorträge und Diskussionsforen gaben einen Einblick in die zahlreichen Projekte und Initiativen rund um Industrie 4.0.

Aus dem Forschungsprogramm „Smart Service Welt“ wurden dieses Jahr drei Projekte für eine Präsentation auf dem Forum ausgewählt – darunter auch OpenServ4P. Bei dieser Gelegenheit konnte Herr Bernhard Klimm (SALT Solutions) die aktuellen Ergebnisse bei der Entwicklung von offenen, intelligenten Services für die Produktion vorstellen. Als anschauliches Beispiel diente dabei der im ersten Projektjahr aufgebaute Prototyp für eine vorausschauende Instandhaltung. Dieser ermöglicht unter anderem einfach interpretierbaren Aussagen zur Lebensdauerprognose von Maschinenkomponenten.

Selbstverständlich gab es für die Forumsteilnehmer einen Ausblick auf die weiteren Vorhaben im Rahmen von OpenServ4P. So wird aktuell die Erweiterung des Prototyps für eine Übertragung auf industrielle Anwendungsfälle im Bereich Instandhaltung und Qualitätssicherung beim Projektpartner BSH angegangen. In weiteren Schritten erfolgt dann der Aufbau weiterer Dienste für ein adaptives Risikomanagement und eine Echtzeit-Produktionsplanung und –steuerung in Zusammenarbeit mit dem Projektpartnern Scheer und software4production.

Der Vortrag kann bei Interesse hier angefordert werden. Das Projetteam OpenServ4P freut sich schon darauf, beim Forum nächstes Jahr den weiteren Projektfortschritt präsentieren zu können.

Workshop Smart Service Welt

11. Mai 2017 in Berlin

OpenServ4P nahm am 11. Mai 2017 an den Workshop-Tag „Smart Service Welt“. Das Institut für Innovation und Technik lud dazu im Rahmen des Förderprogramms „Smart Service Welt“ nach Berlin in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ein. An den Workshop-Tag nahmen Vertreter aus der Wirtschaft und Wissenschaft sowie aus den 16 Förderprojekten teil.

Impulsvorträge zu Datenschutz und Digitalen Geschäftsmodellen

Der Workshop-Tag beinhaltete vier Impulsvorträge zu den Themen „Die Regulierung der Datenökonomie: Zwischen Datenschutz, Verbraucherschutz und Schutz vor Diskriminierung“, „Smart Service Welt – nur mit Standards realisierbar!“, „Grundlagen und Bedeutung der Datenschutzgrundversorgung“ und „Digitale Geschäftsmodelle – Von Segelschiffen, Schmetterlingen und hypen Buzzwords“.

Der Impulsvortrag „Normung und Standardisierung – Information, Vernetzung, Strategie“ stellte 10 Thesen zu dem zukünftigen Datenschutz Grundverordnung DS-GVO mit Ausführungen zum Ziel des Datenschutzrechts (persönliche Freiheit des Einzelnen), Merkmalen personenbezogener Daten sowie zum Spannungsfeld zwischen Datenschutz und Datennutzung.

Der Impulsvortrag „Digitale Geschäftsmodelle/Plattformökonomie“ untersuchte die disruptiven Kräfte digitaler Geschäftsmodelle gegenüber bisheriger, konventioneller Geschäftsmodelle. Des Weiteren wurde auf den Unterschied zwischen privaten und geschäftlichen Transformationen sowie die Unterschiede zwischen Startups und etablierten Unternehmen eingegangen. Darüber hinaus wurden die Eigenschaften einer Plattformökonomie detailliert beschrieben. Eine Plattformökonomie zeichnet sich ein durch Netzwerkeffekte („schaffen eines Nutzens für alle“), Erschaffung und Zerstörung von Märkten sowie tiefgreifende Auswirkungen auf die Gesellschaft aus.

Anschließend fanden drei parallele Arbeitsgruppen zu den übergreifenden Themenfeldern „Sichere Plattformarchitekturen und Rechtliche Herausforderungen“, „Normung und Standardisierung – Information, Vernetzung, Strategie“, „Digitale Geschäftsmodelle/Plattformökonomie“ statt.

Workshops

Der Workshop „Sichere Plattformarchitekturen und Rechtliche

Herausforderungen“ stellte die Ergebnissen des Kick-off-Workshops vor und es wurden von Experten bewerte Fallbeispiele aus den Projekten in Bezug auf Datenschutzkonformität diskutiert.

Der Workshop „Normung und Standardisierung – Information, Vernetzung, Strategie“ stellte die Normungs- und Standardisierungsaktivitäten und -strategien auf europäischer und internationaler Ebene vor und als ein Praxisbeispiel für Chancen und Herausforderungen für Normung und Standardisierung wurde die DIN SPEC 91349 vorgestellt.

Der Workshop „Digitale Geschäftsmodelle/Plattformökonomie“ beinhaltete eine Einführung in die theoretischen Grundlagen zur Entwicklung und Visualisierung von Geschäftsmodellen. Ein Geschäftsmodell beschreibt das Grundprinzip, nach dem eine Organisation Werte schafft, vermittelt und erfasst. Es dient dazu, die Schlüsselfaktoren für den Erfolg eines Unternehmens zu erklären. Der Vorteil einer Visualisierung des Geschäftsmodells in einem Workshop liegt darin, Wissen, welches bei einzelnen Personen besitzen, zu externalisieren und für andere Mitarbeitende nachvollziehbar aufzeigen und verfügbar machen und Transparenz schaffen.

Im Workshop wurden dazu verschiedene Methoden bspw. das Business Model Canvas, Mission Model Canvas, das Platform Canvas sowie das Platform Innovation Toolkit  zur Entwicklung und Visualisierung von Geschäftsmodellen vorgestellt. Anschließend wurden in Arbeitsgruppen für die Förderprojekte Geschäftsmodelle entwickelt. In allen Arbeitsgruppen ein konsequenter Weiterentwicklungsbedarf der Geschäftsmodelle in den Forschungsprojekten identifiziert.

Hannover Messe Industrie 2017: Prototyp zur Vorausschauenden Instandhaltung

Anlässlich der Industriemesse HMI 2017 stellte das OpenServ4P Projekt-Team in Halle 17 mit ersten Prototyp vor, wie Intelligente Services für die Vorausschauende Instandhaltung in der Praxis funktionieren können.

Als Versuchsobjekt diente dabei ein Ausschnitt aus einem automatisierten Prüfstand, aufgebaut mit industrieüblichen Standardkomponenten der Automatisierungstechnik. Die Rolle eines Datensammlers übernahm ein Kleinstrechner „Raspberry PI“. Dieser liefert alle fünf Sekunden rund 65.000 Einzelwerte aus den Sensoriken des Prüfstandes direkt auf die (vorläufige) Cloud Plattform von OpenServ4P. Dort erfolge dann die gesamte weitere Verarbeitung, von der Berechnung technischer Kennzahlen in Echtzeit über die Analyse von Historiendaten bis zur Ermittlung des „Gesundheitszustandes“ einzelner Maschinenkomponenten mit einer Prognose des Zeitpunktes für eine Wartung bzw. eines Ausfalls der Komponente. Diese Zustandsinformation werden im „Digitalen Zwilling“ – einem 3D-Modell der Maschine – über Farbumschläge angezeigt. Maschinenbediener und Instandhalter bekommen so die wichtigsten Informationen auf einen Blick.

 

OpenServ4P auf der CeBIT

März 2017 in Hannover

Auf Einladung des BMWi hat sich das Projekt OpenServ4P auf der CEBIT 2017 vorgestellt. Neben einer allgemeinen Projektvorstellung von Herr Jan Klöber-Koch (Fraunhofer IGCV) lag der Fokus des Vortrags von Lars Lewerenz (SALT Solutions) auf Intelligenten Services für die Produktion am Beispiel der vorausschauenden Instandhaltung und Qualitätssicherung. Dabei wurde insbesondere das Anwendungsbeispiel „Getriebeprüfstand“ vorgestellt, welches Interessierte auf der Hannover Messe 2017 am Stand des Fraunhofer Verbunds Produktion begutachten können.

Workshops Rechtliche Herausforderungen und Sichere Plattformarchitekturen

15. und 16. Februar 2017 in Berlin

OpenServ4P nahm am 15. und 16. Februar an den Workshops „Sichere Plattformarchitekturen“ und „Rechtliche Herausforderungen“ teil. Das Institut für Innovation und Technik lud dazu im Rahmen des Förderprogramms „Smart Service Welt“ nach Berlin ein. An den beiden Workshoptagen nahmen Vertreter aus 16 Förderprojekten teil.

Sichere Plattformarchitekturen

Nach verschiedenen Impulsvorträgen zu den Themen „Smart Data – Smart Privacy“, „Testautomatisierung für das Internet der Dinge“ und „Blockchain“ stellten die verschiedenen Projekte ihre Herausforderungen in Bezug auf eine sichere Plattformarchitektur vor. Dabei haben sich trotz der unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkte der Projekte gemeinsame Schwerpunkte herauskristallisiert, welche anschließend drei Arbeitsgruppen vertieft wurden.

Die erste Gruppe widmete sich der Datennutzung in Verbindung mit dem Datenschutz. Eine Herausforderung ist die Anonymisierung von Daten, um bestehende Persönlichkeitsrechte beachten zu können. Dies widerspricht teilweise verschiedenen Zielstellungen der Smart Service Welt Projekte, die auf eine genaue Zuordenbarkeit der Daten angewiesen sind. Daneben spielt auch die Rückverfolgbarkeit anonymisierter Daten und einhergehend die Verantwortlichkeit bzw. Rechte an Daten eine entscheidende Herausforderung für Smart Services.

Auch das Identitätsmanagement spielt eine zentrale Rolle bei der Plattformarchitektur für die verschiedenen Förderprojekte. Dabei sind die wesentlichen Anforderungen eine Benutzungs- und Zugriffskontrolle sowie ein Rechtemanagement mit unterschiedlichen Sicherheitsstufen. So muss bspw. auch die Echtheit von Diensten, Sensoren oder Datenquellen, die sich auf einer Plattform anmelden, sichergestellt sein.

Die Integration komplexer Services in eine Plattform ist ein weiterer zentraler Punkt für die Plattformarchitektur, da hierfür heutzutage vor allem proprietäre Schnittstellen und Protokolle verwendet werden. Auch die mit der Integration neuer Services verbundenen Testszenarien sind aktuell nicht spezifiziert bzw. standardisiert, was zu einem hohen Aufwand bei den Service-Anbietern führt, wollen sie sich für eine neue Plattform registrieren bzw. qualifizieren.

Nach einer kurzen Vorstellung der Ergebnisse wurden die nächsten Schritte festgelegt. Um allgemeingültige Lösungsvorschläge erarbeiten zu können, werden ausgehend von spezifischen Use Cases zusammen mit Themenexperten der Begleitforschung verschiedene Fragestellungen bearbeitet. Diese werden dann in einem weiteren Workshop vorgestellt und evaluiert.

Rechtliche Herausforderungen

Im Bereich der rechtlichen Herausforderungen kann bereits auf Ergebnisse aus der Begleitforschung von AUTONOMIK und Smart Data zurückgegriffen werden. Mittels eines Fachvortrags informierte Frau Prof. Dr. Schweitzer über aktuelle rechtspolitische Initiativen im Themenfeld Daten- und Plattformökonomie. Dabei sind für die Smart Service Projekte verschiedene Themen und Fragestellungen interessant, die bisher noch nicht abschließend geregelt sind, wie etwa die Frage nach den Rechten an Daten, vor allem an Erkenntnissen, die aus der Kombination verschiedener Daten(quellen) gewonnen werden konnten.

Der Vortrag von Herrn Barthels fokussierte aktuelle Entwicklungen im Datenschutzrecht, v.a. um die auf europäischer Ebene entworfene Datenschutz-Grundverordnung, die viele nationale Vorschriften betrifft bzw. obsolet macht. Gerade für die Smart Service Projekte ist diese Verordnung interessant, da sie ab Mai 2018 in Kraft tritt und somit die Projekte noch direkt betrifft.