Neuer Konsortial-Partner beim Projekt OpenServ4P

Wir begrüßen den Maschinen- und Anlagenbauer WITTMANN BATTENFELD

Das Projekt-Konsortium von OpenServ4P freut sich, zukünftig den renommierten Spritzgussspezialisten mit an Bord zu haben.

Die WITTMANN BATTENFELD GmbH, ein Unternehmen der WITTMANN Gruppe mit Sitz in Kottingbrunn, Österreich, ist ein führender Hersteller von Spritzgießmaschinen und -anlagen für die Kunststoffindustrie. Das Unternehmen ist sowohl mit eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften als auch Vertretungen in ca. 60 Ländern vertreten und bietet damit seinen Kunden weltweit optimale Unterstützung in allen Fragen der Spritzgießtechnik. Innovationskraft, höchste Präzision und die Fokussierung auf den maximalen Kundennutzen machen WITTMANN BATTENFELD zu einem wertvollen Partner für seine Kunden.

Als neuer Partner bringt WITTMANN BATTENFELD neben wertvollem Prozess know how verschiedene Anwendungsszenarien für die IT-Anbindung von Bestandsmaschinen und –anlagen an übergeordnete Plattformen und Dienste ein. Die Mitarbeit im Projektkonsortium ermöglicht es dem Unternehmen auch, an der Konzeption und Erprobung offener Kommunikationstechnologien und Verfahren für die Prädiktions-Analytik bei der vorausschauenden Instandhaltung und Qualitätssicherung mitzuwirken. Diese Erkenntnisse sollen späterer in die eigene Produktentwicklung einfließen. Für die zahlreichen Anwender in der Fertigungsindustrie sind dies wesentliche Erfolgsfaktoren, um Industrie 4.0 Konzepte auch in Produktionsbereichen umzusetzen, bei denen langjährig genutzte und ältere Fertigungseinrichtungen im Einsatz sind.

Die praktische Zusammenarbeit mit WITTMANN BATTENFELD startet bei dem gemeinsamen Projekttreffen aller Projektpartner am 16. und 17.10.2017 im Rahmen des Kick-offs für das Teilprojekt 7 „Anwendung und Integration“. Diese Teilprojekt wird von Projektpartner BSH Hausgeräte GmbH verantwortet und umfasst die Übertragung der bisher entwickelten Plattformkomponenten und Dienste in reale Produktionsumgebungen.

Kick-off „Adaptives Risikomanagement“ und Meilensteintreffen

17. Januar 2017 in Augsburg

Kurz nach dem Jahreswechsel traf sich das Projektkonsortium von OpenServ4P zum Kick-Off für das Teilprojekt „Service zum adaptiven Risikomanagement“ sowie zum zweiten Meilensteintreffen in Augsburg.

Zu Beginn des Kick-Off präsentierte die Fa. Scheer einen interessanten Impulsvortrag zum Thema „Risikomanagement in Unternehmen“. Darin wurden das Risikomanagement sowie das Themenfeld betreffende Begriffe eingeführt und diskutiert, Vorarbeiten präsentiert sowie erste mögliche Fragestellungen bzw. Betrachtungsfelder, die sich im Bereich offener, intelligenter Services für das Projektkonsortium stellen könnten, erläutert. Aus Sicht der Projektpartner muss effektives Risikomanagement als ganzheitlicher Ansatz betrachtet werden, der verschiedene Unternehmensbereiche umfasst.

Eine große Herausforderung im adaptiven Risikomanagement liegt dabei in der Identifikation der relevanten Risiken. Zur Identifikation ist es erforderlich die Experten der Fachbereiche des Unternehmens zu befragen um möglichst viele in einem Produktionssystem auftretende Risiken zu erfassen, Des Weiteren gilt es die verfügbare Datenbasis zu identifizieren. Hierbei kann in heutigen Produktionssystemen oftmals auf unzählige Daten aus der Vielzahl an Sensoren und Aktoren in den Cyber-Physischen Produktionsanlagen zurückgegriffen werden.

Im Rahmen des Forschungsprojekts werden voraussichtlich vor allem leistungswirtschaftliche Risiken fokussiert, die einen kurzen Zeithorizont besitzen aufweisen. Der Kick-off endete mit der Planung des weiteren Vorgehens innerhalb des Teilprojektes.

Im Anschluss zum Startschuss für das adaptive Risikomanagement fand am das zweite Meilensteintreffen zum Forschungsprojekt OpenServ4P statt. In dem Meilensteintreffen wurde von den jeweiligen Teilprojektleitern ein Überblick zu den bereits abgeschlossenen Arbeitspaketen und Ergebnisdokumenten gegeben. Außerdem wurden die Projektpartner zu den noch ausstehenden Arbeiten und notwendigen Forschungsaktivitäten informiert.

Abgeschlossen wurde das Meilenstein-Treffen mit einem Rückblick auf das vergangene Projektjahr sowie einem Ausblick für das Jahr 2017. Das Projekt OpenServ4P konnte sich bereits bei mehreren Veranstaltungen präsentieren und Feedback zu den Forschungsinhalten sammeln. Auch mehrere Veröffentlichungen sind in dem Projekt bereits entstanden. Einen guten Überblick über alle Projektinhalte kann man bspw. in dem Artikel „OpenServ4P – Offene, intelligente Services für die Produktion“ erhalten. In diesem Rahmen wurden die nächsten Termine der Begleitforschung durch das VDI/VDE-IT als auch die geplanten Messebesuche mit dem Forschungsprojekt vorgestellt. Außerdem wurden die Fortschritte zum OpenServ4P-Demonstrator für die Hannover Messe 2017 in Halle 17, auf dem Stand C18, gezeigt.

Vorausschauende Instandhaltung und Qualitätssicherung

Workshop zu Prozessbeispielen bei der BSH Hausgeräte GmbH am 11./12. Oktober 2016

Mit einem zweitägigen Workshop bei SALT Solutions in München startete im Rahmen von OpenServ4P nun das Teilprojekt 3 mit dem Fokus auf die vorausschauende Instandhaltung und eine ebensolche Qualitätssicherung. Das Team des Industriepartners BSH Hausgeräte stellt dafür die ausgewählten Fertigungsprozesse vor, anhand derer die entsprechenden Services später auf Praxistauglichkeit überprüft werden sollen.

Als Vertreter des Produktionsstandortes Giengen erläuterte Herr Sven Holt aus dem Industrial Engineering Kunststoff im Produktbereich Kälte die Situation beim Spritzguss von großen Kunststoffteilen. Neben den Qualitätsmerkmalen der Produkte und möglichen Fehlerbildern, lag der Schwerpunkt der Diskussion insbesondere auf den Maschinen- und Prozessparametern die wesentlichen Einfluss darauf haben. Weiterhin konnten die Projektmitglieder einen Überblick über die im Werk Giengen eingesetzten Spritzgussanlagen gewinnen, wobei Maschinen unterschiedlicher Herstellern mit verschiedenen Steuerungsausstattungen zum Einsatz kommen. Bei diesen Prozessen wird als wesentliches Ziel eine vorausschauende Qualitätssicherung verfolgt, bei der möglicherweise fehlerhafte Spritzgussteile auf Basis der erfassten Anlagen- und Prozessparameter automatisch ausgeschleußt werden und so eine personelle Inspektion vermieden oder zumindest reduziert werden kann. Im Hinblick auf dieses Projektziel wurde auch die Einbindung von nachgerüsteter zusätzlicher Sensorik an diesen Maschinen und deren Integration in die OpenServ4p-Plattform diskutiert.

anlage_presseDer zweite bei BSH Hausgeräte auswählte Anwendungsfall umfasst eine Breitbandpresse mit Folgeverbundwerkzeugen und deren vor- und nachgelagerte Stationen. Herr Hector Lanuza, Projektleiter im Industrial Engineering am Standort Dillingen stellte gemeinsam mit seinen Kollegen die einzelnen Prozessschritte vor. Die verwendeten Rüstparameter und Messwert-Sensoren sowie die derzeit aufgezeichneten Ereignismeldungen gaben einen detaillierten Einblick in die bestehenden Instandhaltungsabläufe. Als Projektziel für diesen Fertigungsprozess wurde die vorausschauende Erkennung der unterschiedlichen Instandhaltungsfälle und die unmittelbare Information der Mitarbeitern über verschiedene Medien wie beispielsweise Andon-Boards und Mobilgeräte definiert. Auch für diese Produktionsanlage wurde zusätzliche Sensorik, etwa in Form Energieverbrauchszählern in den Antrieben, betrachtet.

Weitere Tagesordnungspunkte des Workshops umfassten den aktuellen Stand der Arbeiten an den bereits begonnen Teilprojekten team_tp3„Anforderungsanalyse“ und „SW-/HW-Architektur“. Dazu konnte u.a. das Konzept für ein projektumfassendes Glossar verabschiedet werden. Vorgestellt wurden auch die bisherigen Evaluierungsergebnisse zu bestehenden Daten-Plattformen im Produktionsbereich wie FLICK, FIWARE und Industrial Data Store IDS, ergänzt durch einen Überblick der aktuell verfügbaren Cloud-Plattformen kommerzieller Anbieter. Der Abschluss der entsprechenden Arbeitspakete ist für den nächsten Projektworkshop im Dezember 2016  vorgesehen.

 

Kick-off Kommunikationsarchitektur

28./29.06.16 bei SICK in Waldkirch

Kurz nach dem ersten Abstimmungstreffen zur Anforderungsanalyse trafen sich die am Teilprojekt „Hardware- und Softwarearchitektur“ beteiligten Projektpartner in Waldkirch bei Freiburg um in einem zweitägigen Workshop die Kommunikationsmittel näher zu definieren.

Damit kehrt sich das übliche Kommunikations-Prinzip um: nicht ein Interessent (Dienst ist Client) initiiert die Verbindung zu dem Datenlieferanten (Beispiel Sensor) in eine „fremde“ Firma, sondern ein Datenlieferant sendet gezielt Informationen nach außen, Die Firewall einer Fabrik sperrt also Anfragen von außen. Alle Abfragen auf die Daten, etwa von einem Headquarter oder externen Firmen, erfolgen über eine neutrale Stelle, wobei dies sowohl von Menschen als auch Dienste (Services) erfolgen kann.

Grundsätzlich müssen alle Daten als kritisch im Sinne der Datenintegrität und Vertraulichkeit betrachtet werden. Daher muss es sich bei den Cloud-Diensten um vertrauenswürdige und ausreichend kryptographisch abgesicherte „Industrial Clouds“ handeln. Weiterhin wurde definiert, dass Dienste plattformunabhängig und sicher (Authentizität, Vertraulichkeit, Nicht-Abstreitbarkeit, Verfügbarkeit) auf verschiedene Umgebungen übertragbar ausgeführt werden sollen. Auch der Begriff einer „App“ wurde dahingehend definiert, dass diese sich von einem Dienst durch ein zusätzliches User Interface (GUI) unterscheidet.

Neben den abgesicherten Kommunikationsbeziehungen in einem solchen Szenario soll in dem Arbeitspaket auch die Frage nach den anzuwendenden Kommunikations-Protokollen erörtert werden. Unter Berücksichtigung der zahlreichen, in der Fabrikautomatisierung existierenden Protokolle und Formate kann nicht von einem einheitlichen, universellen Kommunikationsprotokoll ausgegangen werden. Dazu wurde ein Kriterienkatalog mit den wesentlichen Eigenschaften industrieüblicher Protokolle erstellt, der als Rahmen für die weiteren Arbeitsergebnisse des Teilprojektes bildet.

Startschuss für Teilprojekt 1: Anforderungsanalyse von Cyber-Physischen Produktionssystemen

Erstes Treffen beim Fraunhofer IGCV

Christoph Berger vom Fraunhofer IGCV und Herr Bernhard Klimm von SALT Solutions als Verbundkoordinator des Forschungsprojektes OpenServ4P begrüßten zusammen mit Jan Klöber-Koch und Josef Huber die Projektpartner zum Kick-off des Teilprojekts 1 am Fraunhofer IGCV in Augsburg.

Der Workshop startet mit mehreren Impulsvorträgen von SALT Solutions, Fraunhofer IGCV, SICK Stegmann und der BSH. Darin wurden die ersten Vorarbeiten und Anforderungen zu den Themenfeldern Plattformen, Smart Services und Cyber-Physische Produktionssysteme vorgestellt. Die lebhafte Diskussion zwischen den Impulsvorträgen zeigte das große Interesse an diesen Themen. Die Diskussion um Begrifflichkeiten wurde in einem Glossar festgehalten, was im Laufe der Projektlaufzeit stetig erweitert und aktualisiert wird.

Abschließend wurden die zukünftigen Anforderungen für die Integration von Plattformen und Smart Services in die Produktionslandschaft im Rahmen eines World Cafés intensiv diskutiert. Die Ergebnisse basieren auf sechs Diskussionsrunden zu folgenden Fragen:

• Welche Funktionalitäten muss adaptierbare Plattform für Smart Services bereitstellen?
• Welche Schnittstellen kennen Bzw. nutzen Sie um Sensoren an eine Plattform anbinden zu können
• Welche Einflussfaktoren für eine adaptierbare Plattform für Smart Services gibt es?
• Wie sehen Migrationsstrategien für bestehende Anlagen aus?
• Wie sehen die Anforderungen an eine adaptierbare Plattform für Smart Services aus?
• Welche produktionsseitigen Einflussfakturen und Anforderungen an Smart Services gibt es?

Die Ergebnisse des World Cafés wurden in den folgenden Wochen strukturiert und zusammengefasst. Diese bilden die Grundlagen für die Anforderungsanalyse im Teilprojekt 1 und werden im Rahmen verschiedener Vorträge und Veröffentlichungen für die interessierte Öffentlichkeit bereitgestellt.

Meilensteine des Verbundprojektes OpenServ4P

1. Meilenstein, Q2/2016: Kick-Off des Forschungsprojektes OpenServ4P
Der Kick-Off des Forschungsprojekts findet bei BSH Hausgeräte statt wo auch die Fertigung und somit Möglichkeiten zur Piloterprobung der einzelnen Services besichtigt werden können.
2. Meilenstein, Q1/2017: Anforderungen an eine adaptierbare Plattform für Smart Services
Die Anforderungen an Cyber-Physische Produktionssysteme sowie offene, intelligente Services für die Produktion und Geschäftsmodelle sind definiert. Außerdem wurden bereits erste Konzepte für die Hardware- und Softwarearchitektur entworfen.
3. Meilenstein, Q3/2017: Software- und Hardwarearchitektur für eine Plattform für offene Smart Services
Die Definition der Software- und Hardwarearchitektur und die Einbettung der Architektur in eine Plattform für Smart Services ist abgeschlossen. Auch die Anforderung die sich durch verschiedene Stakeholder an die Geschäftsmodelle ergeben, sind definiert worden.
4. Meilenstein, Q2/2018: Offene, Smart Services für die Produktion
Die drei fokussierten Services im Umfeld der Produktion wurden entwickelt und implementiert. Außerdem wurde mit der Entwicklung eines Geschäftsmodells für die unterschiedlichen Smart Services begonnen.
5. Meilenstein, Q1/2019: Validierung, Piloterprobung und Evaluation der Ergebnisse
Die Smart Services konnten anhand einer Piloterprobung validiert werden. Der letzte Meilenstein dient außerdem zur Präsentation der Endergebnisse und dem Review des gesamten Projekts.

Kontaktieren Sie uns per email produktion@salt-solutions.de für weitere Information.

Forschungsprojekt in „in Echtzeit“ gestartet

Erfolgreicher Kick-off am 01.04.16 bei BSH in Dillingen und Giengen
Das gab’s bisher nur sehr selten: das Konsortium eines industriellen Forschungsverbundes nimmt wirklich am ersten Tag volle Fahrt auf. Pünktlich zum offiziellen Projektstart – im Projektplan für
den am 1. April (kein Scherz) vorgesehenen – trafen sich 26 Vertreter der an OpenServ4P beteiligten sieben Unternehmen, um den Grundstein für eine erfolgreiche Projektdurchführung zu legen. Das Förderprojekt „Offene intelligente Services für die Produktion“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt und vom Projektträger DLR betreut.

Ein Vertreter des Projektträgers war daher beim Kick-off dabei und gab wertvolle Hinweise für die Durchführung des Vorhabens. Neben der Konkretisierung der Projektziele und Festlegung der dafür erforderlichen Organisation stand insbesondere das persönliche Kennenlernen aller Projektbeteiligten auf der Agenda. Wichtigster Punkt der Tagesordnung war die ausführliche Besichtigung der im Projekt exemplarisch betrachteten Produktionsanlagen beim Industriepartner BSH Hausgeräte. An den beiden Fertigungsstandorten Dillingen und Giengen produzieren diese Anlagen – hoch automatisiert und mit Taktraten von weniger als einer Minute – große Komponenten für Geschirrspüler und Kühlgeräte.

BSHIm Forschungsprojekt bilden zwei Anlagen dann die Referenz für die entwickelten intelligenten Services um deren Praxistauglichkeit nachzuweisen. Die Services werden dabei eine vorausschauende Qualitätssicherung und Instandhaltung, das Risikomanagement und eine eventbasierte Produktionsplanung und -steuerung ermöglichen. Dazu tragen die Fraunhofer Projektgruppe RMV sowie die Projektpartner SICK, SICK Stegmann, Scheer, software4production und SALT Solutions ihr spezifisches Know-how bei.

Um über den Fortschritt bei diesen Entwicklungen regelmäßig zu berichten, organisiert SALT Solutions als Konsortialführer des Projektes auch den Internetauftritt www.openserv4P.de sowie die Beteiligung an relevanten Messen wie der Cebit und der Hannover Messe Industrie.